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(Sehr) frei nach den Erzählungen der Gebrüder Grimm
von Uta Preuße

Regie: Matthias Hay

Für Kinder ab 5 Jahren

Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e. V.
in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Iserlohn

Premiere:
03. November 2007  15.00 Uhr
Weitere Aufführungen:
04. November 2007  15.00 Uhr
05. November 2007  10.30 Uhr
jeweils im Parktheater Iserlohn

"Familienfoto"

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“, die tägliche Frage der bösen Stiefmutter an den Zauberspiegel kennt wohl jedes Kind. Auch die sieben Zwerge, der vergiftete Apfel, der gläserne Sarg und der Prinz sind als Zutaten zur Geschichte von „Schneewittchen und den sieben Zwergen“ wohl jedem bekannt.
Unbekannt ist den meisten Märchenliebhabern hingegen, dass weder der technische Fortschritt noch die Fitnesswelle vor dem Märchenreich Halt gemacht haben oder dass die Zwerge sich auf ihre im wahrsten Sinne tierisch gute Haushälterin verlassen können. Außerdem wurde die zentrale Rolle des Spiegels in der Vergangenheit nicht genügend gewürdigt!
Wieso gilt ausgerechnet Magenta, die böse Stiefmutter, als die „schönste und jugendlichste Königin“ im Märchenreich, obwohl sie doch schon so viele Regierungsjahre auf dem Buckel hat??? Wie kommt Schneewittchen zu den sieben Zwergen, wenn der Jäger wegen einer Fortbildung verhindert ist? Funktioniert eine Wohngemeinschaft von sieben eigenwilligen Herren im Wald eigentlich reibungslos?
Diese und viele andere Geheimnisse lüftet das Schauspielensemble Iserlohn in seiner gewohnten frech-charmanten Art und zieht seine jungen und jung gebliebenen Zuschauer mit vielen fantasievollen Märchenwesen, witzigen Einfällen, flotten Tanzeinlagen und viel Musik in seinen Bann.

Die Mitwirkenden

Darsteller
Schneewittchen Carla Maria Losch
Specchio, Venezianischer Spiegel Sebastian Petereit
Königin Magenta, Schneewittchens Stiefmutter Annette Petereit
Gustav, kgl. Kammerdiener Jan Münster
Frau Wolke, kgl. Hubschrauberpilotin Julia Rohrbach
Claudette, kgl. Hof-Stylistin Sara Heidemann
Marietta, Claudettes Gehilfin Helena Storz
Nicole, kgl. Hof-Frisöse Svenja Blau
Irmhild, kgl. Hof-Sekretärin Alina Salmen
Max von Fango, Fitnesstrainer Klaus Schotte
Königin Amarillis, Schneewittchens Tante Maren Robrahn
Prinz Leander Hendrik Hülter
Zwerg Bruno Klaus Schotte
Zwerg Heinzi Max Jamrog
Zwerg Alfred Adrian Grüninger Talarn
Zwerg René Anton Müller
Zwerg Günni Manuel Landau
Zwerg Karlchen Carl Keune
Zwerg Willi Michel Keune
Madame Wutz Iris Landau
Reinecke Fuchs Sarah Petereit
Gevatter Isegrim Ginea Malou Hay
Bambi Ronja Schroeder
Hasen Domien te Riele, Aswin te Riele, Niklas Hinzpeter, Julia Schröder
Schmetterlinge Julia Keune, Hannah Keune, Alla Müller
Weitere Mitwirkende
Regie Matthias Hay
Souffleuse Sabine Heidemann
Inspizientin Uta Preuße
Bühnenbild Chris Markert
Toneffekte Matthias Hay
Ton Dennis Muhl
Musik Ingmar Temp
Choreographie im Schloss Ginea Malou Hay, Ronja Wasmuth
Choreographie im Wald Klaus Schotte
Kostüme Julia Keune, Kostümverleih Putscher, Hohenlimburg
Maske Wolfgang Ehrlich
Tiermasken Mary Losch
Licht Chris Markert
Spezialeffekte Chris Markert, Dennis Muhl
Requisiten/Ausstattung Chris Markert, Ramon Cosmai, Eva Hülter, Uta Preuße, Festspiele Balver Höhle e.V.

Bildergalerie

Presseurteil:

Iserlohner Kreisanzeiger 05.11.2007
Eine Königin im Aerobic-Dress
Parktheater-Besucher hatten viel Spaß an Schneewittchen-Adaption
Iserlohn. (rat) Die Kinder, die am Samstag bei der Premiere von „Schneewittchen und die sieben Zwerge” im Parktheater waren, hatten zu Hause auf jeden Fall eine Menge zu erzählen.
Denn dass sich die böse Königin mit Aerobic fit hält und Schneewittchen höchstselbst mit dem Fallschirm aus dem Hubschrauber springt, das hat wohl kein noch so märchenfestes Kind je gehört. Tatsächlich gibt es so etwas noch nicht einmal im Märchen, sondern nur in der wirklich sehr freien Bearbeitung von Uta Preuß, die das Grimmsche Märchen für das Schauspielensemble Iserlohn umgeschrieben hat, das damit bei der Erstaufführung am Samstag im sehr gut gefüllten Parktheater für so manche Überraschung sorgte und jede Menge Lacher auf seiner Seite hatte.
Die Figur des schwulen Zwerges im rosa Leibchen, der tuntig abwinkend Nasal-Seufzer von sich lässt, ist zwar – Hand aufs Herz – eine Figur, über die man kaum noch lachen kann, so oft wurde sie seit der Bully-Parade bemüht, dafür war der leicht schwerhörige Zauberspiegel im italienischen Slang aber umso origineller und amüsanter. Besonders bemerkenswert war einmal mehr, die enorm aufwendige Umsetzung des Theaterprojektes. Wolfgang Ehrlich, Julia Keune, Christopher Markert und Ingmar Temp haben sich hier in Sachen Maske, Kostüme, Bühnenbild und Musik selbst übertroffen, wofür auch hier der Zauberspiegel mit seiner fantastischen Umsetzung von der Silber-Schminke bis zum technischen Toneffekt bei der Öffnung das beste Beispiel ist. Wobei auch der natürlich nichts ohne den entsprechenden Schauspieler wäre. 30 Schauspielerinnen und Schauspieler vom kleinen Kind, das als Schmetterling durch den Märchenwald flattert bis zu den Hauptrollen Schneewittchen (Carla Maria Losch), der Königin (Annette Petereit) oder dem geschwätzigen Kammerdiener Gustav (Jan Münster) waren auf der Bühne am Werk, um das Groß-Projekt an den Mann, bzw. an die Kinder zu bringen. Und die hatten auf jeden Fall ihren Spaß.