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Eine (wahrscheinlich) wahre Geschichte
bearbeitet von Uta Preuße

Regie: Matthias Hay

Für Kinder ab 5 Jahren

Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Iserlohn

Premiere:
4. Februar 2006  15.00 Uhr
Weitere Aufführungen:
5. Februar 2006  15.00 Uhr
6. Februar 2006  08.30 Uhr + 11.30 Uhr
jeweils im Parktheater Iserlohn

Jaja Freunde, es sind schlimme Zeiten in Nottingham. Alle leben in ständiger Angst vor Prinz John. – Warum? Das ist eine lange Geschichte. Der gute König Richard ist weit weg auf Kreuzzug und sein böser Bruder, Prinz John, hat sich in seiner Burg eingenistet, alle Macht an sich gerissen und quetscht die Leute mit unsinnigen Steuern aus wie eine Zitrone. Alleine könnte er das natürlich nicht, aber er hat leider Kumpane gefunden, die nur an ihren eigenen Vorteil denken und ihm kräftig dabei helfen. Allen voran der Sheriff von Nottingham und sein Gehilfe, Sgt. Peter, eine absolute Null, aber eine hinterhältige und gemeine.Die ganze Hoffnung des gebeutelten Volkes ist Robin Hood. Er war ein treuer Gefolgsmann des guten Königs Richard. Als Prinz John die Macht übernahm, bekämpfte er natürlich zuallererst die Freunde Richards. Er war so grausam und gemein, dass Robin und viele andere in den Sherwood Forrest fliehen mussten. Aber sie haben nicht aufgegeben, mit viel List helfen sie den armen Leuten und spielen Prinz John und seinem Sheriff einen Streich nach dem anderen!
Doch bald reicht es den beiden Gaunern. Sie beschließen Robin Hood ein für alle Mal den Garaus zu machen. Mit Lady Marian, der liebreizenden Nichte König Richards, als unfreiwilliger Lockvogel stellen sie Robin eine Falle…Den meisten Zuschauern wird die Geschichte um Robin Hood bekannt sein. Neben dem Geschehen um das Schicksal von Robin Hood, seinen Gefährten und Maid Marian, beschäftigt sich das Schauspielensemble auch mit ganz neuen Themen: Was tun, wenn das Personal eine Katastrophe ist? Ist der Sheriff ein gemeiner Schuft oder vielleicht doch nur ein verwöhntes Muttersöhnchen? Wie feiert man eigentlich ein Jubiläum?
Mit vielen skurrilen Gestalten, lustigen Einlagen, mit einer modernen Sprache und viel Musik wird das Schauspielensemble in seiner gewohnt lebendigen Art seine jungen und jung gebliebenen Zuschauer in den Bann ziehen.

Die Mitwirkenden

Die Darsteller
König RICHARD Klaus Schotte
Prinz JOHN, sein böser Bruder Sebastian Petereit
Bertram SHERIFF VON NOTTINGHAM Ingmar Temp
Lady Lisbeth, MUTTER Annette Petereit
Lady MARIAN Ginea Malou Hay
KATIE, ihre Freundin Helena Storz
MINNE, beider Zofen Sara Heidemann
Sgt. PETER, Gehilfe des Sheriffs Hendrik Hülter
PAUL, Butler von Prinz John Sarah Petereit
PINKUS; der Steuereintreiber Klaus Schotte
WACHEN Ronja Schroeder - Carl Keune - Stefanie Kremer - Alina Adrian - Marie Lynn Plücker - Lara-Christin Andrick
Bruder TUCK Uta Preuße
ROBIN HOOD Anton Müller
LITTLE JOHN, Robins Freund Olaf Brückner
WILL SCARLETT Chris Markert
Weitere Räuber Alina Salmen - Julia Rohrbach
HARRY, ein Dorfbewohner Manuel Landau
THOMAS, ein Händler Adrian Talarn
OLIVIA, Marktfrau Maren Robrahn
Weitere Marktfrauen Iris Landau - Karna Wegner
Weitere Dorfbewohner Denise Gottzmann - Julia Keune - Alla Müller - Michel Keune - Hanna Keune
Weitere Mitwirkende
Regie Matthias Hay
Souffleuse Sabine Heidemann
Maske Wolfgang Ehrlich
Musik Ingmar Temp
Bühnenbild Christopher Markert
Bühnenbau Ingmar Temp - Chris Markert - Uta Preuße - Olaf Brückner - Maren Robran - Sebastian Petereit - Wolfgang Ehrlich - Pit Niggemann - Sabine Heidemann - Sara Heidemann - Ginea Malou Hay - Jona Temp - Sarah Petereit - Iris Landau - Manuel Landau - Anton Müller - Matthias Hay
Kostüme Julia Keune - Kostümverleih Putscher, Hohenlimburg
Requisite/Ausstattung Chris Markert - Maren Robrahn - Iris Landau - Eva Hülter - Uta Preuße - Theater Hagen - Live Projekt, Iserlohn
Toneffekte Matthias Hay
Tontechnik Marcus Hinz - Jason Brenner
Lichttechnik Sven Wiedemeyer - Andreas Frommert

Pressespiegel

Presseurteil:

Iserlohner Kreisanzeiger 08.02.2006
Viel Applaus für humorig überspitzten Robin Hood
Schauspielensemble Iserlohn gelang hervorragende Inszenierung
ISERLOHN. (Wip) Ein richtiger Held findet überall seine Bühne, ob im Actionstreifen oder im Kindertheater. Das Iserlohner Schauspielensemble entführte am Samstag gut 500 junge Theaterliebhaber aus dem Parktheater in die Welt des englischen Volkshelden Robin Hood. Eine Traumwelt ist diese zunächst jedoch ganz und gar nicht. Prinz John (Sebastian Petereit) hat mit Hilfe seines grausamen Handlangers, dem Sheriff von Nottingham (Ingmar Temp), in Abwesenheit des Königs eine Willkürherrschaft errichtet. Mit unsinnigen Steuern stürzt er sein Volk in Hunger und Armut. Statt Schnitzel, Pommes oder Pizza gibt es wochenlang faden Kohl, statt gerechtem Lohn nur noch Ein-Silbermünzen-Jobs. Der einzige Widerstand regt sich im Sherwood Forest. Hier lebt der geächtete Robin Hood (Anton Müller), ein ebenso listiger wie charmanter Held und zugleich Widersacher des Prinzen und Verehrer dessen bildschöner Nichte, Lady Marian (Ginea Malou Hay).Um Robin Hood endlich zu fangen, benutzt Prinz John seine Nichte als Lockvogel und veranstaltet einen Bogenschießwettbewerb um die Hand von Lady Marian. Ein Held wie Robin fällt auf einen solch gewöhnlichen Trick seiner „lächerlichsten Hilflosigkeit“ natürlich nicht herein. Mit List und Humor kontert er John mit einem „exorbitant extrem guten Plan“, der gänzlich erfolgreich durchgeführt wird. Statt Robin Hood wird letztendlich der Sheriff von Nottingham in den Kerker geworfen, Prinz John mangels guter Erziehung in die Arme dessen giftiger Mutter, Lady Lisbeth (Annette Petereit) gegeben und Robin und seine geliebte Lady Marian vom zurückgekehrten König Richard (Klaus Schotte) vermählt.
Mit seiner originellen Inszenierung erntete das Schauspielensemble unter der Regie von Matthias Hay nicht nur vom jungen Publikum tosenden Beifall. Die von Uta Preuße verfasste Interpretation betont auf humorvolle Weise jene Welten, die in der traditionellen Legende verschwiegen werden. In das englische Volksmärchen mischt sich aktuelle Sozialkritik. Hinter der Maske der tugendreichen Helden, liebreizenden Schönheiten und der fiesen Bösewichte verbergen sich exzentrische Charaktere. Wer wusste schon, dass der Sheriff zugleich Rock’n’Roll-Fan und Muttersöhnchen war? Und dass der Sturz des ungerechten Herrschers nicht nur dem Listenreichtums Robin Hoods, sondern auch der betäubenden Wirkung von Schoko-Milchshakes und der Inkompetenz seiner Mitarbeiter zu verdanken ist? Mit musikalischen Einlagen, einem imposanten Bühnenbild und glänzenden schauspielerischen Darbietungen gelang dem Ensemble nach einjähriger Probezeit ein hervorragendes, humorvoll überspitztes Stück. Kindertheater wie dieses gehört seit zehn Jahren zum Repertoire des Schauspielensembles, ein Theaterstück für Erwachsene ist in der Vorbereitung: im Mai wird Shakespeares „Macbeth“ im Parktheater aufgeführt.