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Der Zauberer von Oz

nach dem Märchen von L. Frank Baum

Regie: Matthias Hay

Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Ballettförderzentrum Iserlohn
und dem Kulturbüro Iserlohn

Premiere:
11. Dezember 1999 15.00 Uhr
Weitere Aufführungen:
13. Dezember 1998 11.00 + 15.00 Uhr
jeweils im Parktheater Iserlohn

Mit dem „Zauberer von Oz“ hat der Autor L. Frank Baum einen absoluten Klassiker des Märchens geschaffen, der die Kinder in aller Welt auch nach nun 80 Jahren immer wieder in seinen Bann schlägt. Die Geschichte von Dorothy, die mit ihrem Hund Toto durch einen Wirbelsturm aus dem kargen und tristen Kansas in das zauberhafte Land Oz verschlagen wird, bewegt die Gemüter durch seine Farbigkeit, seinen Phantasiereichtum und seine überaus positive Moral.
Mit dem unbedingten Willen, wieder einen Weg nach Hause zu finden, hat Dorothy eine Menge Abenteuer zu bestehen. Immer hilfsbereit und nie verzagend ist sie Vorbild in jeder Situation und gibt jedem, der mit ihr zu tun hat die Gewissheit, dass mehr in ihm steckt als er glaubt.
So beweist der feige Löwe den größten Mut, die Vogelscheuche mit Stroh im Kopf ist von allen der Klügste und der vermeintlich herzlose Blechmann zeigt so viel Mitgefühl, dass er schon mal zu rosten droht. Und ganz nebenbei beseitigt Dorothy das Böse und bringt dem Land Oz Frieden und Ordnung. Gewürzt wird die Geschichte durch exotische Gestalten wie die Winkies, die Puschel, die Mümmler, den Kalidah oder die Hexen aller Himmelsrichtungen sowie natürlich den Zauberer von Oz

Die Mitwirkenden

Die Darsteller
Dorthy Sabine Gerber
Toto Hendrik Hülter
Tante Em Uta Preuße
Onkel Henry Roland Vorberg
Glinda, die gute Nordhexe Johanna Rose
Die Vogelscheuche Krähenschreck Sebastian Petereit
Der Holzfäller Blechmann Frank Roßmann
Der feige Löwe Hasenherz Björn Plutka
Das Untier Kalidah Christopher Markert
Der Torwächter Alexander Kraas
Eine feine Dame Sandra Schmidtchen
Der Zauberer von Oz Klaus Schotte
Die böse Westhexe Annette Perereit
Die blauen Mümmler Julia Krüger - Ginea Malou Hay - Julia Piatek - Carla Maria Losch - Lisa Erdmenger
Die Königin der Feldmäuse Karna Wegner
zwei Feldmäuse Lisa Roßmann - Theresia Knoche
weitere Feldmäuse Julia Krüger - Ginea Malou Hay - Julia Piatek - Carla Maria Losch - Lisa Erdmenger
Die gelben Winkies Julia Krüger - Ginea Malou Hay - Julia Piatek - Carla Maria Losch - Lisa Erdmenger
Die grünen Puschel Karen Heese - Alice Urbanczyk - Michele Schröter - Pauline Plücker - Sarah Petereit - Malte Guttek
Der Wirbelsturm (Ballett) Mirjam Langmesser - Annika Hartig - Dennise Hoffmann - Ramona Utermann - Caroline Sirringhaus - Stefanie Hermann
Die Mohnblumen (Ballett) Deboura Schütz - Lisann Blümel - Sahra Geng - Geraldine Höver - Desirée Pühl - Laura Jane Wenzel - Vanessa Weiche - Kornelia Knipping - Nadine Plachetka - Eva Maria Kraft - Helen von der Hyden - Katharina Wiedermann - Katharina Koch
Weitere Mitwirkende
Regie Matthias Hay
Souffleuse Eva Hülter
Ton-Effekte Thomas Reinecke
Ton Jason Brenner - Marcus Hinz
Grafik Christian Schmidt
Projektionen Matthias Hay - Jason Brenner
Licht Frank König
Video-Technik Klaus Schotte
Maske Wolfgang Ehrlich
Kostüme Mary Losch - Gabriele Langmesser - Renate Preuße Kostümverleih Putscher, Hohenlimburg
Requisiten Wolfgang Ehrlich - Eva Hülter - Christopher Markert
Bühnenbild Jason Brenner - Roland Vorberg

Bildergalerie

Pressespiegel

Westfälische Rundschau 07.12.1999
Dorothy und Toto: Abenteuer auf dem Weg in die Heimat

Iserlohn. (sam) Märchenhafte Gestalten huschen über die Bühne, mittendrin der Regisseur, ab und zu ertönt die Stimme des Beleuchters. Szenen, die sich am Freitagnachmittag im Parktheater präsentierten. Dort nämlich probte das Schauspielensemble seinen neuesten Geniestrich, den „Zauberer von Oz“.
Die kleine Dorothy (Sabine Gerber) und ihr Hund Toto (Hendrik Hülter) landen nach einem großen Wirbelsturm in einem wundersamen Land, aus dem eine Rückkehr nach Hause unmöglich erscheint. Da jedoch kommt ihr eine gute Hexe zu Hilfe. Die nämlich rät dem ungleichen Paar, über den gelben Steinweg zum in der Smaragdstadt weilenden „Zauberer von Oz“ zu gehen und ihn um Hilfe zu bitten. Auf dem Weg treffen Dorothy und Toto neue Freunde, die zu Weggefährten werden. Aber auch gefährliche Feinde kreuzen den langen Weg der Wandernden. Also Spannung pur, die die Zuschauer erwartet. Denn, ob das kleine Mädchen und sein Hund wieder nach Hause finden, wird erst im Parktheater verraten.
Mit 50 Schauspielern und Balletttänzern ab sieben Jahre aufwärts will das Ensemble in Zusammenarbeit mit dem Ballettförderzentrum Iserlohn und dem Kulturbüro am Samstag, 11. Dezember, um 15 Uhr, am Montag, 13. Dezember, um 11 Uhr (ausverkauft) und um 15 Uhr den „Zauberer von Oz“ auf der Bühne des Parktheaters bieten.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 13 Mark, Kinder zahlen 9 Mark. Die Karten sind bei der Stadtinformation erhältlich.

Iserlohner Kreisanzeiger 07.12.1999 
Der Zauberer von Oz
IKZ-Report von Cornelia Merkel
„Jetzt wünsch dir doch was, wenn du schon neben einer Hexe sitzt“, juxt jemand flüsternd aus der ersten Reihe, in der die schon fantasievoll verkleideten Darsteller des Schauspielensembles Iserlohn auf ihren Einsatz warten. Neben der harten Probenarbeit haben die Laienspieler immer wieder Sinn für lustige Einlagen ans Rande.
Alle sind mit Feuereifer und Freude am Theaterspiel bei der Sache. Ein Blick auf die Besetzungsliste macht deutlich: Das Schauspielensemble Iserlohn mobilisiert für seine jüngste Produktion wieder viele Kräfte: Rund 50 Personen im Alter zwischen sieben und Mitte 40 wirken spielend, tanzend und als „Mädchen für alles“ vor und hinter den Kulissen beim „Zauberer von Oz“ mit.
Am kommenden Samstag erlebt das fantastische Märchen von Frank L. Baum seine Premiere im Parktheater. Im Mittelpunkt stehen die Abenteuer von Dorothy und ihrem Hund Toto. Zusammen mit der Vogelscheuche ohne Verstand, dem Blechmann ohne Herz und dem ängstlichen Löwen begeben sie sich auf die Suche nach dem Zauberer von Oz.
Im zehnten Jahr seines Bestehens arbeitet das Schauspielensemble Iserlohn, das sich mit niveauvollen Theaterproduktionen von „Andorra“ bis „Tartuffe“ bereits einen guten Namen erworben hat, mit allen technischen Finessen; von der Videoprojektion bis zur Computergrafik.
„Alle, die eine Sprechrolle haben, sollen kräftig und vernehmbar sprechen“, appelliert Tante Ein alias Uta Preuße an anwesende Kinder und Erwachsenen bei der Probe. Die Mikrofone gibt es erst am kommenden Freitag bei der Generalprobe.
Die Hauptrolle spielt Sabine Gerber als Dorothy. Dafür färbte sie sich ihre schwarzen Pumps knallrot. Sehr knuffig ist an ihrer Seite der Benjamin des Ensembles, der siebenjährige Hendrik Hülter, in der Rolle ihres kleinen Hundes Toto. Die böse Westhexe ist Annette Petereit auf den Leib geschnitten. Auch die übrigen Rollen besetzte Regisseur Matthias Hay optimal.
Der Wirbelsturm auf der Bühne weckt Erinnerungen an den heftigen Sturm draußen vor der Tür des Theaters. Mit von der Märchen-Partie sind dabei auch 19 Nachwuchstalente aus dem Ballettförderzentrum Iserlohn. Als Sturm und Mohnblumen beleben sie die Bühne, setzen wunderschöne Akzente.
Das Märchen für Kinder ab fünf Jahren bezaubert auch Erwachsene. Das liegt einerseits an der schönen Geschichte um Dorothy und ihrem Hund Toto. Andererseits aber auch an den raffinierten und farblich überaus gelungenen Kostümen, die Mary Losch für die vielen kleinen Fantasiefiguren und den Krähenschreck entwarf: Die Bühne bevölkern nämlich neben den Hauptpersonen die blauen Mümmler, die curryfarbenen Winkies, die tragenden Mäuse und die grünen Puschel. Eine Augenweide.
Unterstützung erhielt Mary Losch von Gaby Langmesser und Renate Preuße. Die drei Feierabend-Kostümschneiderinnen legten in den letzten Wochen ebenso wie die Bühnenbauer etliche Nachtschichten ein. Die Mühen haben sich gelohnt.
Sehr viel Einfallsreichtum bewies das Ensemble auch bei den Requisiten. Der Blechmann ist eine geniale Maßanfertigung einer Schlosserei aus Dröschede. Dennoch muss Darsteller Frank Roßmann blaue Flecken durch die Rüstung in Kauf nehmen. Sein eigentlich im Handlungsverlauf vorgesehene Sturz zu Boden wird aus Rücksicht auf die eingeschränkte Beweglichkeit gestrichen.
Die Ensemble-Mitglieder zeigen sich immer wieder flexibel, besitzen Improvisationstalent und Kompromissbereitschaft. „Das macht den Reiz des Theaterspielens aus“, erzählt Matthias Hay. Die ersten Proben zum Zauberer von Oz“ fanden Anfang des Jahres statt. Seither wurde an vielen Stellen gefeilt, manches überarbeitet.
„Ein tolles Team“, schwärmt Mary Losch, die mit ihrer Tochter Carla erst seit August zum Ensemble gehört, von dem guten Zusammenhalt und der positiven, fast familiären Atmosphäre der Truppe. „Wir hatten nie das Gefühl, nicht dazuzugehören“, sagt sie.
„Wie lange soll das noch gehen?“ fragt einer der abgekämpften Darsteller am Abend. „Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen, nur einen Keks.“ Regisseur Matthias Hay weiß: „Es wird spät, Leute. Dann müßt ihr eben ein bisschen schneller schlafen.“
In den Zuschauerrängen verfolgen einige Mütter gebannt und fasziniert die Auftritte ihrer Mädchen und Jungen. Sie unterhalten sich, wie zeitaufwendig die Proben ihrer Lieben sind: In vielen Familien herrscht deswegen Ausnahmezustand, weil die Ensemble-Mitglieder kaum zuhause sind. Aber das gehört dazu.
Wie ihre Kinder sind sie entzückt von den wunderschönen Kostümen. Dass sie erleben können, mit wieviel Herzblut und Enthusiasmus bei allen Beteiligten die anspruchsvolle Inszenierung entsteht, entschädigt für alle Entbehrungen.
Die Aufführungen sind am Samstag, 11. Dezember um 15 Uhr sowie am Montag, 13. Dezember, um 11 und 15 Uhr. Eintrittskarten gibt es in der Stadtinformation (02371/2171819)
Iserlohner Kreisanzeiger 14.12.1999
Zauberhafte Welt voller Spielwitz und Interaktion
Iserlohn. Zauberei gibt es auf gar keinen Fall. Das meinen selbst Kinder, die den ganzen Tag Märchen und Geschichten verschlingen. In eine faszinierende Welt voller Spielwitz und Interaktion drangen die Besucher am Samstag bei der ersten Aufführung des Märchens „Der Zauber von Oz“ ein. Die Künstler vom Schauspielensemble Iserlohn zeigten im Parktheater ihr Können.
Ein Wirbelsturm bringt das Mädchen Dorothy und ihren Hund Toto in das Land Oz. Dorothy will aber unbedingt zurück in ihren Heimatstaat Kansas. Dorothy beweist durch ihre Taten in dem Stück ihren Mut, ist auch gleichzeitig Vorbild in den verschiedensten Situationen. Sie versprüht eine Hoffnung, die jeden Zuschauer wieder dazu bringt, an sich zu glauben.
Die Aufführung war genau so, wie sich Außenstehende den Besuch eines Stückes vorstellen, das vor allem Kinder ansprechen soll. Es war laut, die Kinder kicherten, warfen der Vogelscheuche, die keinen Verstand hat, Unkenrufe an den Kopf.
In seinem zehnten Jahr verzauberte das Schauspielensemble die Kinder und gab ihnen Hoffnung und neuen Mut mit auf den Weg zum nahenden Weihnachtsfest und ins neue Jahrtausend. Bülend Ürük