Premiere:
03. Juni 2016
Weitere Aufführungen:
04., 05., 10., 11. und 12. Juni 2016
jeweils 20.00 Uhr im Studio
des Parktheaters Iserlohn
Mirandolina
oder
Die Wirtin
von Peter Turrini
frei nach der Komödie von Carlo Goldoni
Regie: Matthias Hay
Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e.V.
Mirandolina, selbstbewusste Wirtin eines Florentiner Wirtshauses um 1750, hat alle Mühe, sich die Männer, die in hartem Wettkampf um ihre Liebe stehen, vom Leib zu halten. Um ihre Gunst buhlen ein armer Marchese mit Verehrung und Anbetung, ein reicher Graf mit Geld und großzügigen Geschenken und der Kellner Fabrizio, ein kleiner Gauner aus Neapel, der mit proletarischem Charme punktet.
Doch Mirandolina hat es darauf abgesehen, den fanatischen Weiberhasser Cavaliere von Rippafrata mit allen Mitteln weiblicher Verführungskunst an sich zu locken. Dejanira und Ortensia, zwei ordinäre Florentiner Dirnen, sollen sich nach Fabrizios Plan als reiche, „adelige“ Damen ausgeben, um die buhlenden Aristokraten zu ködern. Dies trägt nicht gerade zur Entwirrung der verwickelten Situation bei.
Wie die Sache aus geht? Schauen Sie sich doch eine der Aufführungen an.
Die Mitwirkenden
| Die Darsteller | |
| Marchese von Albafiorita, armer Aristokrat | Wolfgang Ehrlich |
| Graf von Forlinpopoli, reicher Aristokrat | Robin Arndt |
| Cavaliere von Rippafratta, weiberfeindlicher Aristokrat | Ingmar Temp |
| Mirandolina, Wirtin | Sandra Schmidtchen |
| Fabrizio, Kellner | Vassilios Orfanidis |
| Dejanira, Schauspielerin | Karen Heese-Brenner |
| Ortensia, Schauspielerin | Natalie Klaja |
| Weitere Mitwirkende | |
| Regie | Matthias Hay |
| Souffleuse | Saskia Seewald |
| Bühne | Jason Brenner, Volker Langner, Ingmar Temp, Vassilios Orfanidis |
| Technik | Jason Brenner |
Bildergalerie
| Pressespiegel: |
| Iserlohner Kreisanzeiger – 01.06.2016 |
| Es geht immer um dasselbe: Geld, Sex und Macht |
| Iserlohn. Das Schauspielensemble Iserlohn feiert am kommenden Freitag mit dem Komödien-Klassiker „Mirandolina – oder die Wirtin“ von Peter Turrini im Studio des Parktheaters Premiere Die Schlagzahl beim Schauspielensemble Iserlohn ist in diesem Jahr extrem hoch. Die letzten Töne des Kindermusicals „Peter Pan“ sind kaum verklungen, die aufwendigen Kulissen im Großen Haus des Parktheaters kaum abgebaut und die Piraten- und Indianerkostüme kaum eingemottet, da schmeißen sich die Mitglieder der Theatertruppe schon wieder in ganz andere aber nicht minder eindrucksvolle Kostüme, um das Iserlohner Theaterpublikum in die aristokratische Welt des Florenz des Jahres 1750 zu entführen: Am kommenden Freitag, 3. Juni, feiert das Schauspielensemble im Studio des Parktheaters mit dem Stück „Mirandolina – oder die Wirtin“ Premiere. Rund 70 aktive Mitglieder habe der Schauspielverein inzwischen, sagt Matthias Hay, und um alle bei Laune zu halten, müsse man eben mehrere Stücke im Jahr auf die Bühne bringen. Vier werden es Ende 2016 gewesen sein. Für die nun anstehende Produktion haben die sieben Darsteller schon im vergangenen Spätsommer angefangen zu proben. Für „Peter Pan“, an dem viele ebenfalls beteiligt waren, wurde eine längere Pause eingelegt, um nun in einem konzentrierten Schlussspurt die „Mirandolina“ zu meistern. Für den Komödienklassiker von Carlo Goldoui hat Regisseur Matthias Hay die Bearbeitung von Peter Turrini gewählt. Darin geht es um die selbstbewusste Wirtin Mirandolina, die alle Mühe hat, sich die Männer vom Leibe zu halten. Am Ende, so Hay, gehe es aber immer um dasselbe: Geld, Sex und Macht. Und vor allem um den Spaß des Publikums. Denn die eigenwilligen und köstlichen Charaktere der eitlen italienischen Adligen und die turbulenten Verwicklungen der Komödie in geschliffener Sprache geben ihm und seinen Darstellern reichlich Gelegenheit, richtig zu überzeichnen, dick aufzutragen und ein großes Stück ihrer Schauspielkunst zu zeigen. Ralf Tiemann |
| Redaktion Maerkzettel – 08.06.2016 |
| ISERLOHN. Eine vollbusige Wirtin, die fast allen Männern den Kopf verdreht, ein Kellner, der sich wie ein Macho aufführt und viele weitere Charaktere. Das Theaterstück Mirandolina wurde am 03. Juni zum ersten Mal im Parktheater Iserlohn aufgeführt. Was in dem Stück passiert, und ob sich der Gang ins Theater lohnt, hat MAERKZETTEL für Sie herausgefunden. „Weiber sollen wissen, wer der Herr im Haus ist“ oder „Die Frau ist die Verkörperung der Sünde und die Bestrafung des Mannens“. Diese Zitate und noch viele mehr brachten das Publikum zum Lachen. Das Stück spielt 1750, als die attraktive Wirtin Mirandolina ein Gasthaus führt und nebenbei ihren männlichen Besuchern den Kopf verdreht. Sie ist sich ihrer Attraktivität bewusst und weiß genau, wie man die Männer um den Finger wickelt. Ihren Gästen, einem armen Marchese und einem reichen Grafen, hat sie bereits den Kopf verdreht. Auch ihr Kellner Fabrizio, ein Macho mit ganz eigenen Ansichten, scheint unsterblich in Mirandolina verliebt zu sein. Sie ist gelangweilt und sucht eine neue Herausforderung, welche sie in dem frauenverachtenden Cavaliere, ebenfalls einem ihrer Gäste, sieht. Für Fabrizio sind der Marchese und der Graf große Konkurrenz und deshalb versucht er beide von Mirandolina fernzuhalten. Hierfür arrangiert er zwei Schauspielerinnen, die den beiden Männern den Kopf verdrehen sollen. In dem Cavaliere jedoch, sieht er keine Konkurrenz, da dieser frauenfeindlich ist und kein Interesse daran hat, sich auf eine Dame einzulassen. Doch schafft Mirandolina es, den Cavaliere um den Finger zu wickeln und geht Fabrizios Plan auf – oder steht hinter seiner ganzen Masche ein anderes Ziel? Ungefähr fünfzig Besucher lachten und amüsierten sich eineinhalb Stunden in dem kleinen Saal, der fast vollständig ausverkauft war. Die Bühne war sehr nah am Publikum, wodurch eine gemütliche und persönliche Atmosphäre entstanden ist. „Ich fand es so toll, wie die Schauspieler auch mit uns während des Theaterstückes kommuniziert haben“, erzählt die 65-jährige Irmhild Brunner. Die Schauspieler bezogen das Publikum immer wieder mit ein. Dies erfolgte durch gezielten Augenkontakt oder direkte Ansprache der Zuschauer. Im Laufe des Stückes wurden ebenfalls viele Monologe geführt und so, nach und nach, die einzelnen Personen des Stücks vorgestellt. Dadurch konnten die Zuschauer der Handlung gut folgen und es hat sich im Laufe des Stückes aufgeklärt, welche Geschichte hinter den einzelnen Figuren stand. Es wurde sehr viel gelacht und geklatscht, denn das Theaterstück ließ viel Raum für Klischees und Ansichten, die Männer teilweise gegenüber Frauen haben. Da das Stück in der Barockzeit spielt, fielen die Kostüme dementsprechend auffällig und pompös aus. Es wurde viel mit Perücken gearbeitet und auch die Einrichtung der Bühne passte zum Zeitalter. Drei Mal wurde das Bühnenbild gewechselt und somit konnten viele verschiedene Situationen dargestellt werden. Fest steht: Das Stück hat für viele Lacher gesorgt und der Gang ins Theater lohnt sich. Die Karte kostet 12 Euro ohne und 8 Euro mit Ermäßigung. Weitere Termine für die Aufführung sind vom 10. bis zum 12. Juni jeweils immer um 20 Uhr. Wer also wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, ob Mirandolina es schafft den Cavaliere um den Finger zu wickeln und ob Fabrizios Plan aufgeht, dem ist das Theaterstück zu empfehlen. von Miriam Rautert |
