Plakat-Lappen

Premiere:
16. September 2016
Weitere Aufführungen:
17., 18., 23., 24. und 25. September 2016
jeweils 20.00 Uhr im Studio
des Parktheaters Iserlohn

Zusatzaufführung:
31.12.2016 im Rahmen des Silvesterprogramms des Parktheaters Iserlohn

Lappen weg

Kabarettistisches Kammerspiel von Dieter Woll*

Regie: Uta Preuße

*weitere Autorinnen:
Gerburg Jahnke, Jutta Jahnke, Andrea Bongers

Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e.V.

Da ist frau einmal (wirklich nur ein einziges Mal!) ein bisschen zu schnell gefahren, hat vielleicht einmal ganz kurz am Steuer telefoniert oder sich – nur für den Kreislauf – morgens einen klitzekleinen Prosecco gegönnt – schwupps, da ist auch schon der Lappen weg und frau gilt als Verkehrssünderin! Ja gut, „Sünderin“ – das geht. Aber: „Verkehrssünderin“ – das geht gar nicht! Und nun???
Jetzt will frau ihren Führerschein zurück und sitzt deshalb im Hinterzimmer einer Fahrschule, ist Teilnehmerin in einem „Aufbauseminar für allgemein auffällige Kraftfahrer“ und soll charakterlich(!) nachgeschult werden – und auch noch zusammen mit anderen Frauen! Dass dies keine leichte Aufgabe für die Kursleiterin wird, ist leicht zu erraten. Denn was will die junge Staatsbedienstete den drei gestandenen Frauen weit jenseits der 40+ über Ordnung und Anpassung erzählen? Oder gar über Verkehr und Regeln? Zumal wenn die beiden letzten Punkte auf anderer Ebene mehr oder weniger nur noch vage Erinnerung sind? Das kann es doch nicht gewesen sein, oder?
Da also die Motivation und Einsichtsfähigkeit der Damen mit der eines Stoppschildes vergleichbar ist, wird aus diesem Seminar recht schnell ein „Mädelsabend“ der besonderen Art: eine augenzwinkernde Abrechnung mit dem Leben, den Träumen, den Regeln, dem Älterwerden und – natürlich! – mit den Männern. Und das Ganze gut verpackt zwischen dicken Lagen Humor, Musik, Gesang – und Neurosen!

Mitwirkende

Die Darstellerinnen:
Helma Langanke (Lehrerin) Iris Landau
Tiziana Grandi (Italienerin) Felicitas Störmann
Ellen Weiss (Polizistin) Dagmar Langner
Gabriele Genschk ( Dozentin) Jessica Raschke
Weitere Mitwirkende:
Regie Uta Preuße
Souffleuse Martina Hartwig
Musikalische Leitung und Begleitung Siegfried Kaemper
Ton Matthias Hay
Licht Volker Langner
Bühne Jason Brenner, Volker Langner

Bildergalerie

Pressespiegel
Iserlohner Kreisanzeiger 16.09.2016
Schauspielensemble betritt neuen Boden
In dem kabarettistischen Kammerspiel „Lappen weg“ wagen sich die vier Darstellerinnen auch ans Live-Singen auf der Bühne. Die Premiere ist heute Abend im Studio des Parktheaters
Iserlohn. Sie habe etwas gesucht für „Frauen in einem gewissen Alter – in unserem Alter“, sagt Uta Preuße, und da sei ihr ein Stück besonders im Gedächtnis hängen geblieben, über das sie sich vor vielen Jahren im Parktheater köstlich amüsiert hat: „Lappen weg“ von Dieter Woll, Gerburg Jahnke, Jutta Jahnke irnd Andrea Bongers. „Das Problem war nur, dass in diesem Stück auch gesungen wird, und da musste ich erst einmal jemanden finden, der beziehungsweise die das Wagnis in einem Stück für Erwachsene eingeht“, sagt Uta Preuße vom Schauspielensemble Iserlohn, die bei der vierten Produktion der Gruppe in diesem Jahr die Regie übernommen hat und begibt sich mit den Schauspielerinnen Jessica Rasche, Dagmar Lanigner, Iris Landau und Felicitas Störmann auf neues Terrain.
Es kommt mehr auf den Text an als auf die Töne
Denn bei dem „kabarettistischen Kammerspiel“ wird auf der Bühne live gesungen, ohne Mikrofon und begleitet vom Pianisten Siegfried Kaemper, dem, so Uta Preuße, das Ensemble unheimlich viel zu verdanken habe. Aber sie betont im selben Atemzug, dass es bei den insgesamt zehn Gesangsnummern – bekannte Hits mit neuen Texten – mehr auf den Inhalt als auf die Töne ankäme. Die Schauspielerinnen jedenfalls hatten an den speziellen Gesangsproben mit Siegfried Kaemper, der vor allem bei „Outta Limits“ aktiv ist, mindestens soviel Spaß wie an den Schauspielproben. Heute um 20 Uhr ist Premiere von „Lappen weg“ im Studio des Parktheaters. Das Stück erzählt die Geschichte von drei Verkehrssünderinnen, die ihren Führerschein zurück haben wollen und deshalb im Hinterzimmer einer Fahrschule als Teilnehmerinnen in einem „Aufbauseminar für allgemein auffällige Kraftfahrer“ charakterlich nachgeschult werden. Dass dies keine leichte Auf gabe für die Kursleiterin wird, denn was will die junge Staatsbedienstete den drei gestandenen Frauen weit jenseits der 40 über Ordnung und Anpassung erzählen? Oder gar über Verkehr und Regeln?
Eine augenzwinkernde Abrechnung mit dem Leben
Da also die Motivation und Einsichtsfähigkeit der Damen mit der eines Stoppschildes vergleichbar ist, wird aus diesem Seminar recht schnell ein „Mädelsabend“ der besonderen Art: eine augenzwinkernde Abrechnung mit dem Leben, den Träumen, den Regeln, dem Älterwerden und – natürlich – mit den Männern. Und das Ganze gut verpackt zwischen dicken Lagen Humor, Musik, Gesang – und Neurosen.
Außer am heutigen Abend wird das Stück auch am Samstag und Sonntag, 17. und 18. September, sowie am 23., 24. und 25. September jeweils um 20 Uhr im Studio des Parktheaters aufgeführt. Eintrittskarten gibt es in der Stadtinformation am Bahnhofsplatz 2,2 023711217-1819 und über die Homepage www.schauspielensemble.de. Stefan Jahnke
Iserlohner Kreisanzeiger 21.09.2016
Für diese Damen ist der „Lappen“ lebensnotwendig
Einen Volltreffer hat das Schauspielensemble Iserlohn unter der Regie von Uta Preuße mit der Premiere des kabarettistischen Kammerspiels „Lappen weg“im Studio des Parktheaters gelandet. Iris Landau als gefrustete Lehrerin mit Alkoholproblem, Felicitas Störmann als liebeshungrige Italienerin, Dagmar Langner als Polizistin mit Gewaltpotenzial sowie Jessica Raschke als Kursleiterin haben sich gleich von Beginn an in die Herzen der Zuschauer gespielt. Alle vier treffen bei einem „Aufbauseminar für auffällige Kraftfahrer“ aufeinander, und schnell driftet das Seminar in eine Therapiestunde für gefrustete Frauen ab. Neben den frechen, witzigen und teilweise auch frivolen Dialogen sind es vor allem die Gesangseinlagen, die von Siegfried Kaemper am Keyboard begleitet, beim Publikum Lachsalven und Beifallsstürme ausgelöst haben. Wer die Premiere und die Aufführungen am Wochenende verpasst hat, sollte die Chance nutzen und am 23., 24. und 25. September, jeweils ab 20 Uhr, das Studio besuchen. Hartmut Becker