Premiere:
07. Juni 2014
Weitere Aufführungen:
08. und 09. Juni 2014
jeweils 20.00 Uhr im Parktheater Iserlohn
Ein Sommernachtstraum
Komödie von William Shakespeare
Regie: Felicitas Störmann / Matthias Hay
Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Iserlohn
2014 feiert nicht nur das Parktheater Iserlohn sein 50-jähriges Jubiläum – auch das Schauspielensemble Iserlohn kann auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Aus diesem Anlass und um diese beiden Jubiläen gebührend zu feiern, machen wir dem Parktheater, seinen Zuschauern und uns die besondere Freude den „Sommernachtstraum“ unseres Lieblingsautors William Shakespeare zu inszenieren. Um dem Stück und Anlass gerecht zu werden, verlegen wir das Spiel in diesem Jahr auf die große Bühne des Parktheaters!
Der Sommernachtstraum ist sicherlich Shakespeares zauberhaftestes und fantasievollstes Stück, mit dem das Schauspielensemble Iserlohn die Zuschauer auf der großen Bühne an den Hof des Herzogs von Athen und in den verwunschenen Elfen-Wald entführt. In dieser fantastischen Welt entspinnt sich ein magischer Reigen, der auch Sie in seinen Bann ziehen wird.
Die Handlung: Um der Zwangsheirat mit Demetrius zu entgehen, flieht Hermia mit ihrem Geliebten Lysander in den Wald, wo zur selben Zeit der Elfenkönig Oberon seiner Gattin Titania grollt, weil sie sich ihm verweigert. Um sie zu disziplinieren, lässt er die schlafende Titania durch seinen Diener Puck mit einem Zauberbann belegen, der sie beim Anblick des erstbesten Lebewesens in glühende Leidenschaft entflammen lässt. Dies widerfährt ausgerechnet dem unglücklichen und einfältigen Handwerker Zettel, der eigentlich mit seinen Kollegen im Wald ein „Festspiel“ zur Hochzeit des Herzogs Theseus einstudieren wollte, im Schlaf jedoch von Puck mit einem Eselskopf versehen wurde.
Die Verwirrung steigert sich, als Puck anstelle Demetrius irrtümlich Lysander mit einem Liebeszauber belegt, der ihn unsterblich in Helena entbrennen lässt, die auf der Suche nach Demetrius in den Wald kam und über Lysanders stürmische Bedrängnis nicht amüsiert ist. Ebenfalls versetzt Hermia die vermeintliche Treulosigkeit ihres Geliebten Lysander in Rage. Als dann auch noch Demetrius mit dem gleichen Liebeszauber für Helena belegt wird, ist das Chaos komplett und es kommt zum Streit zwischen den Nebenbuhlern Lysander und Demetrius wie auch Helena und Hermia. Damit endlich wieder Ruhe in seinen Wald einkehrt, lässt Oberon die jungen Leute sich zunächst im Nebel des Vergessens verlaufen und dann einschlafen, wo sie von Herzog Theseus gefunden werden. Per Machtwort verbindet er Helena mit Demetrius und Hermia mit Lysander. Dem armen Zettel wird der Eselskopf entfernt und Titania, froh den Tölpel loszuwerden, eilt zurück in die Arme Oberons.
Auf der Hochzeit des Herzogs führt Zettel mit seinen Kollegen das unfreiwillig komische Stück vor und erntet Gelächter. Nachdem alle Irrungen und Wirrungen beseitigt wurden, sind alle Betroffenen froh, nur einen „Sommernachtstraum“ geträumt zu haben.
Die Mitwirkenden
| Die Darsteller | |
| DIE ATHENER | |
| THESEUS, Herzog von Athen | Jürgen Messingfeld |
| HIPPOLITA, Amazonenkönigin | Annette Petereit |
| EGEUS, Hermias Vater | Matthias Hay |
| DEMETRIUS, wird von Helena geliebt | Robin Anrdt |
| LYSANDER, wird von Hermia geliebt | Markus Schroter |
| HERMIA, verliebt in Lysander | Jessica Raschke |
| HELENA, verliebt in Demetrius | Sandra Schmidtchen |
| PHILOSTRAT, Haushofmeister | Christiane Meyer |
| DIE HANDWERKER | |
| PETER SQUENZ, Zimmermann | Klaus Schotte |
| NIKLAUS ZETTEL, Weber | Wolfgang Ehrlich |
| FRANZ FLAUT, Blasbalgflicker | Benjamin Brokmeier |
| TOM SCHNAUTZ, Kesselflicker | Iris Landau |
| SCHNOCK, Schreiner | Uta Preuße |
| MATZ SCHLUCKER, Schneider | Sarah Petereit |
| DIE WALDGEISTER | |
| OBERON, Elfenkönig | Ingmar Temp |
| TITANIA, Elfenkönigin | Karen Heese-Brenner |
| PUCK, in Oberons Dienst | Vassilios Orfanidis |
| ERSTER ELF, in Titanias Dienst : | Martina Hartwig |
| SPINNWEB, Elf | Ann-Katrin Langner |
| BOHNENBLÜTE, Elf | Yara Eckstein |
| SENFSAMEN, Elf | Cäcillia Zucker |
| MOTTE, Elf | Jennifer König |
| Weitere Mitwirkende | |
| Regie | Felicitas Störmann - Matthias Hay |
| Souffleuse | Dagmar Langner |
| Bühnenbild und Lichtdesign | Chris Markert |
| Lichttechnik | Andi Frommert |
| Tontechnik | Jason Brenner - Jasmin Batouni - Dominik Hafke - Volker Langner |
| Projektionen | Matthias Hay |
| Kostüme und Requisiten | Mary Losch - Gabi Krieger - Uta Preuße - Dagmar Lagner - Iris Landau - Martina Hartwig - Maren Kannenberg - Felicitas Störmann |
Bildergalerie
| Pressespiegel: |
| Iserlohner Kreisanzeiger 31. Mai 2014 (IKZ Report) |
| Schauspielensemble lässt es richtig krachen Zur Feier des 25-jährigen Bestehens bringt das Iserlohner Ensemble Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne. Es folgt das Kindermusical „Rabatz im Zauberwald“, die Einweihung des neuen Vereinsheims und noch eine Überraschung Iserlohn. „Shakespeare ist einer unserer Lieblingsautoren“, sagt Matthias Hay. „Von ihm hatten wir schon so einiges im Programm“. Mit dieser Haltung steht das Schauspielensemble Iserlohn nicht alleine. Shakespeare zählt gemeinhin nach wie vor als der produktivste und wichtigste und eben auch meist aufgeführte Dramatiker der Literaturgeschichte. Die Affinität des Iserlohner Ensembles zu dem großen Engländer besteht aber nicht allein wegen der großen und zeitlosen Qualität seiner Stücke. „Man kann es bei Shakespeare auch richtig krachen lassen“, sagt Matthias Hay. Sprich: Mit einem Großaufgebot an verschiedenen Rollen, an Kostümen und Kulissen bietet gerade Shakespeare einem Laien-Ensemble die Möglichkeit, richtig aus dem Vollen zu schöpfen und alle Register zu ziehen. Und genau das will das Iserlohner Schauspielensemble natürlich in seinem großen Jubiläumsjahr, in dem es sein 25-jähriges Bestehen feiert, auf jeden Fall tun. Mit dem „Sommernachtstraum“ hat die Truppe dafür Shakespeares wohl zauberhaftestes und fantasievollstes Stück ausgesucht, das in einem verwunschenen Elfen-Wald ein magisches Spiel entwickelt. „Das wird auf jeden Fall ein riesiger Spaß“, freut sich Regisseurin Felicitas Störmann schon auf die Premiere am Pfingstsamstag, 7. Juni, und die beiden weiteren Aufführungen am 8. und 9. Juni. Erstmals wir das Ensemble dafür die komplette Bühne im Großen Haus des Parktheaters für die Inszenierung eines Erwachsenen-Stückes nutzen. Mit 22 Schauspielern auf der Bühne und weiteren fünf Kräften hinter den Kulissen und zusätzlichen Helfern für die aufwendigen Kostüme in der Schneiderwerkstatt stellt sich der „Sommernachtstraum“ tatsächlich als ein einmaliges Jubiläums-Großprojekt für das Ensemble dar, dessen Start alle nach einer etwa dreivierteljährigen Vorbereitungszeit entgegenfiebern. „Wir brennen schon alle darauf“, sagt Störmann. „Schon bei dem intensiven Probenwochenende, bei dem traditionell vor jeder neuen Premiere der Ensemble-Geist geweckt wird, habe die Truppe unheimlich viel Spaß an dem Stück gehabt. „Das wird mit Sicherheit auch für die Zuschauer ein großer Spaß.“ 450 Jahre Shakespeare, 50 Jahre Parktheater, 10 Jahre Förderverein des Parktheaters und 25 Jahre Schauspielensemble Iserlohn – dass die Truppe um Matthias Hay nun am kommenden Wochenende im Mittelpunkt eines solchen theatermäßigen Mehrfachjubiläums steht, hätte vor 25 Jahren wahrscheinlich niemand vermutet. Ungefähr ein Dutzend schauspielbegeisterter Iserlohner seien es damals im Jahr 1989 gewesen, die im so genannten Freitagskurs von Werner Traudt der Volkshochschule erste Erfahrungen mit dem Theaterspielen gesammelt hatten, und dann gesagt haben „wir wollen eigentlich mehr“. Matthias Hay, der von Anfang an erster Vorsitzender des Vereins ist, erinnert sich, dass das Gefühl aufkam, dass man sich in dem engen Rahmen der VHS nicht mehr so recht weiterentwickeln konnte und man eben mehr wollte, als in einem Kurs „bespaßt“ zu werden. Also ging es auf eigene Faust weiter. „Andorra“ von Max Frisch war das erste Stück. Wolfgang Baumann war damals der erste Regisseur und künstlerische Leiter des Vereins. Einen so großen Grundstock an Kulissen und Kostümen wie heute gab es noch lange nicht. Ein dreiviertel Jahr wurde damals geprobt, in einem Haus des seinerzeit noch längst nicht so schön renovierten Künstler- und Museumsdorfes Maste-Barendorf. Und dann wurde mit dem fertigen Stück getingelt. In Menden, in Hemer und in Ahlen gab es Aufführungen, und natürlich auch einige im Studio des Parktheaters. Es sei schnell klar gewesen, dass hier die Heimat des Schauspielensembles sein würde. Der Kontakt zum Kulturamt und zum Parktheater sei von Beginn an gut gewesen. Die Erarbeitung der klassischen und zeitgenössischen Theaterliteratur und deren Aufführung hat sich das Schauspielensemble damals zu Beginn als Vereinsziel in die Satzung geschrieben. Das ist inhaltlich ein klarer Auftrag, lässt aber in der Umsetzung so viel Raum, um sich immer wieder neu zu orientieren, sich neu zu erfinden, sich weiter zu entwickeln und vor allem zu wachsen. Und davon hat der Verein auch ausgiebig Gebrauch gemacht. Nachdem Wolfgang Baumann schon nach vier Jahren den Verein verlassen hatte, hat das Schauspielensemble neue und eigene Regisseure hervorgebracht, die auch immer wieder neue Impulse durch ihre Arbeit gegeben haben. Unvergessen ist dabei das inzwischen verstorbene Gründungsmitlied Margret Katterbach, ein absolutes Original, das mit über 80 Jahren ihr Regie-Debüt gab und dann das Ensemble vier mal geleitet hat. Später kamen Wolfgang Ehrlich, Uta Preußer, Felicitas Störmann und Matthias Hay selbst als Regisseure hinzu. Die Öffnung des eigenen Ensembles und die Vernetzung mit anderen Gruppen und Einrichtungen vom Ballett bis zur Musikschule und von der Kulturinitiative Iserlohn (KUI) bis zum Theaterensemble „purvu“ sorgen ebenfalls immer wieder für Bewegung – und auch für vielfältige Aktivitäten, hoher Bekanntheit und dann auch für großen Zuwachs. Knapp 50 Mitglieder zählt der Verein inzwischen. Zählt man die Gastspieler hinzu, verfügt Matthias Hey über mehr als 70 Schauspieler – viel zu viele, um nur einmal im Jahr mit einem Kammerspiel auf der Studio- Bühne in Erscheinung zu treten, weshalb der Verein auch seit vier Jahren mit zwei Stücken im Jahr an die Öffentlichkeit geht. Die stärkste Entwicklung hat das Ensemble aber durch ihre Kindertheater- Aufführungen hingelegt. Mit „Felix und der finstere Fürst“ tauchte die Theatergruppe 1996 erstmals in diese Welt ein und betrat damit auch erstmals auf die große Bühne des Parktheaters, die sie seitdem immer wieder mit großen Kinderproduktionen bespielt. Das hatte nicht nur eine deutliche Ausweitung der eigenen Fähigkeiten im Umgang mit der professionellen Bühnentechnik im Großen Haus zur Folge. Auch in der inhaltlichen Ausrichtung des Vereins bezeichnet Matthias Hay das Kindertheater inzwischen als wichtiges Standbein. Zum einen wegen der eigenen Nachwuchsarbeit, zum anderen aber auch, weil der Verein hier integrativ wirken kann, Kinder aus allen in Iserlohn lebenden Nationen fördert und ihnen die Möglichkeit gibt, Sprache und Selbstbewusstsein zu entwickeln. „Wer hier zwei drei mal mitgemacht hat, ist danach jemand anderes – und nicht unbedingt jemand schlechteres“, weiß Hay aus eigener Erfahrung. Auch in diesem Jubiläumsjahr, am 25., 26. und 27. Oktober, wird dem Kindermusical „Rabatz im Zauberwald“ ein großes Kinderstück gegeben, mit dem Matthias Hay schon in der Balver Höhle eine Gastregie abgeliefert hatte. Außerdem soll das neue und frisch renovierte Vereinsheim im Obergeschoss der ehemaligen Grundschule an der Schulstraße feierlich eingeweiht werden. Schon ab Januar kann der Verein nach der aufwendigen Renovierung in Eigenregie die Räume nutzen und hat hier auch schon die umfangreichen Näharbeiten in der eigenen, geräumigen Werkstatt absolviert – neue Bedingungen, von denen andere Theater- Ensembles nur träumen können und die es in diesem Jahr ebenfalls zu feiern gilt. Und es soll noch eine weitere große Überraschung zum Jubiläum in der Stadt geben. Wie die aussehen wird, hat Matthias Hay aber noch nicht verraten. Es soll ja eine Überraschung werden. von Ralf Tiemann |
| Iserlohner Kreisanzeiger 10. Juni 2014 |
| Zauberblume sorgt für Liebeschaos im Wald Iserlohner Schauspielensemble begeisterte mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ das Publikum Iserlohn. In diesem Jahr feiert nicht nur das Parktheater Jubiläum, sondern auch das Schauspielensemble Iserlohn. Aus Anlass des 25. Geburtstages stand am Samstag ein echter Klassiker auf dem Programm: Shakespeares „Sommernachtstraum“ in einer Inszenierung von Felicitas Störmann und Matthias Hay. Die beiden Spielleiter verstanden es bestens, dem etwas „angestaubten“ Pflichtprogramm eines schulischen Literaturkurses durch viel Humor eine wahre Frischzellenkur zu verabreichen. Gleich zu Beginn wurde die erste Szene mit dem Oldie „In the summertime“ von der Band „Mungo Jerry“ unterlegt, der wie eine frische Brise in einer schwül-warmen Sommernacht wirkte. Die Handlung ist schnell erzählt: Demetrius (Robin Arndt) soll Hermina (Jessica Raschke) heiraten. Doch die junge Frau ist nicht sonderlich erbaut von seinen Annäherungsversuchen, denn sie liebt einen anderen – Lysander (Markus Schroter). Ihr Vater Egeus (Matthias Hay) hält aber Demetrius für den besseren Schwiegersohn und ist sauer auf seine Tochter. Um der Verkuppelung zu entkommen, fliehen Hermina und Lysander aus Athen. Doch Demetrius will nicht so schnell aufgeben und folgt den beiden, um sie aufzuspüren. Den Tipp hat er von Helena (Sandra Schmidtchen) bekommen, einer Freundin Herminas, die wiederum Demetrius liebt. Im Zauberwald beginnt dann das Liebeschaos. Als Puck (großartig gespielt von Vassilios Orfanidis) ins Spiel kommt und ein Liebeszaubermittel, den Nektar einer Blume, der die Gefühle zusätzlich verwirrt, verteilt, beginnen alle durchzudrehen: Wenn der Saft einem Schlafenden in die Augen getropft wird, verliebt er sich in denjenigen, den er nach dem Aufwachen zuerst sieht. Nun nimmt das Bäumchen-wechseldich- Spiel seinen Lauf. Für zusätzliche Verwirrung sorgt noch eine Theatertruppe, die zur Vermählung des Herzoges Theseus (Jürgen Messingfeld) mit Hippolyta (Annette Petereit) ein Stück aufführen soll. Dabei stellen sie sich so dilettantisch an, dass Puck kurzerhand den hochnäsigsten Darsteller, den Weber Zettel (Wolfgang Ehrlich) in einen Esel verwandelt. Und auch Pucks Meister, Elfenkönig Oberon (Ingmar Temp) hat sich des Liebeszaubermittels bedient, das er der Elfenkönigin Titiana (Karen Heese-Brenner) in die Augen getropft hat. Prompt verliebt sie sich in den Esel, weil er das erste war, was sie erblickt hat. Zum Schluss ist es Oberon zu verdanken, dass das Chaos beseitigt wird und alle füreinander bestimmte Liebenden zusammen finden. So kann die Hochzeit, inklusive Theaterstück, stattfinden. Mit viel Beifall und mehreren Vorhängen bedankte sich das Iserlohner Publikum beim Schauspielensemble, denn der „Sommernachtstraum“ wird zweifelsohne einen besonderen Platz in seiner langjährigen Erfolgsgeschichte einnehmen. Ein großes Lob gebührt auch dem Team hinter der Bühne, insbesondere der Maske und den Kostümbildnerinnen, denn die aufwendigen Roben der Märchenfiguren waren schlichtweg atemberaubend. Am Pfingstsonntag und -Montag gab es noch weitere Aufführungen im Iserlohner Parktheater. von Hartmut Becker |
