Premiere:
04. Mai 2007
Weitere Aufführungen:
05. / 06. / 11. / 12. / 13. Mai 2007
jeweils 20.00 Uhr im Studio des Parktheaters Iserlohn
Der wahre Inspektor Hound
von Tom Stoppard
Regie: Felicitas Störmann
und als Bonus
Der Fünfzehn-Minuten-Hamlet
von Tom Stoppard
Regie: Uta Preuße
Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e. V.
Der wahre Inspektor Hound
An einem englischen Provinztheater wird ein Kriminalstück à la Agatha Christie oder Edgar Wallace gespielt. Im Publikum sitzen zwei Kritiker, die darüber schreiben sollen. Eine alltägliche, kaum erwähnenswerte Situation … normalerweise.
An diesem Stück ist aber nichts normal. Die aus englischen Krimis bekannten Klischees werden gnadenlos witzig auf die Spitze getrieben. Und während das Bühnengeschehen seinen Lauf nimmt, sind die Kritiker hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt – der eine von einer Profilneurose und seinen Minderwertigkeitsgefühlen geplagt, der andere mit eindeutigen Absichten, die weiblichen Darsteller betreffend.
Die Handlung steigert sich ins Absurde, bis die Beteiligten nicht mehr wissen, was Realität und was Spiel ist. Dabei folgt alles einem ausgeklügelten Plan…
Tom Stoppard setzt sich mit skurrilem Witz und treffsicheren Anspielungen in “Der wahre Inspektor Hound” mit dem Theater an sich, dem Kritikerwesen und insbesondere dem britischen Krimi auseinander.
Der Fünfzehn-Minuten-Hamlet
Neben „Macbeth“ gehört „Hamlet“ ebenfalls zu Shakespeares „großen Königsdramen“. Nach der großen und aufwändigen Inszenierung von „Macbeth“ durch das Schauspielensemble Iserlohn im letzten Jahr, wäre ein aufwändiger „Hamlet“ in diesem Jahr fast des Guten zuviel.
Trotzdem sollte dieses faszinierende Stück dem Zuschauer nicht vorenthalten werden und deshalb werden wir eine deutlich reduzierte „Hamlet“-Version von Tom Stoppard präsentieren, die trotz ihrer Kürze alle wesentlichen Aspekte von Shakespeares „Hamlet“ in aller Tragik und Dramatik darstellt und weder den durch Verzweiflung ausgelösten Verfall Hamlets in den Wahnsinn oder seinen erbarmungslosen Rachefeldzug bis hin zum Königsmord noch seinen eigenen Untergang auslässt – aber all das eben in komprimierter Form.
Passend zu der reduzierten Textform wurde auch eine reduzierte Darstellungsform gewählt, die aber durch das lebendige und talentierte Spiel der zumeist jugendlichen Nachwuchsakteure ihren ganz eigenen und modernen Charakter erhält.
