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Premiere:
25. Januar 2019 20.00 Uhr
Weitere Aufführungen:
26. Januar 2019 20.00 Uhr
01. Februar 2019 20.00 Uhr
02. Februar 2019 20.00 Uhr
03. Februar 2019 19.00 Uhr
jeweils im Studio des Parktheaters Iserlohn

FRAU MÜLLER MUSS WEG

Schauspiel von Lutz Hübner

Regie: Wolfgang Ehrlich

 

Eine Inszenierung des Schauspielensemble Iserlohn e. V.

1. Kein Kind ist begabter als das unsere!
2. Wir wollen das Beste für unser Kind!
3. Unser Kind soll es einmal besser haben als wir!
4. Dafür setzen wir uns mit allen Mitteln ein!
5. Unser Kind hat Anspruch auf die beste Ausbildung und Fürsorge!
6. Die Schule ist für die beste Ausbildung und Fürsorge verantwortlich!
7. Unser Kind hat Anspruch auf Verständnis, Toleranz, Geduld und gute Noten!
8. Die Schule ist verantwortlich für das Weiterkommen unseres Kindes!
Frau Müller ist die Lehrerin unseres Kindes. Frau Müller steht dem Wohl und der Zukunft unseres Kindes im Wege. Sie ist uneinsichtig, unflexibel, voreingenommen, übelwollend und offensichtlich überfordert.
Deshalb muss Frau Müller weg! – Aber Frau Müller hat auch etwas dazu zu sagen…
Lutz Hübner, derzeit erfolgreichster deutscher Bühnenautor, hat mit dem Stück „Frau Müller muss weg“ eine glänzende und kluge, witzige und lebensnahe Farce über Helikoptereltern und ihre überzogenen Ansprüche geschrieben, die nicht nur am Theater äußerst beliebt ist, sondern auch erfolgreich verfilmt wurde.

Die Mitwirkenden

Darsteller:
Jessica Hövel, Elternsprecherin und Mutter von Laura Ausgestattet mit ausgeprägtem Gleichmut und politischer Erfahrung, weiß sie sich im Leben durchzusetzen.
Zitat: „Keine Diskussionen über das eigene Kind, und bitte keine Gefühlsausbrüche.“ Marion Hennig
Patrick Jeskow, Ingenieur und Vater von Lukas. Gemütsmensch; versucht es allen recht zu machen, was naturgemäß scheitern muss.
Zitat: „Ich kann mir vorstellen, dass Ihnen das unangenehm ist.“ Ralf Geyer
Marina Jeskow, gebürtige Kölnerin und Mutter von Lukas. Helikoptermutter, deren Lebensinhalt ihr Kind ist, versehen mit Seele und Kampfgeist.
Zitat: „Ich kann das gar nicht erzählen, das zerreißt mir das Herz.“ Bettina Wells
Katja Grabowski, Museumspädagogin und Mutter von Fritz. Als alleinstehende Mutter des Klassenprimus versucht sie solidarisch und ausgleichend zu sein.
Zitat: „Fritz hat keine Probleme, aber er erzählt auch nie etwas.“ Sandra Schmidtchen
Wolf Heider, arbeitslos und Vater von Janine. Neigt zu Wutausbrüchen. Davon überzeugt, immer alles richtig gemacht zu haben.
Zitat: „Was Sie da abziehen ist Pionierlager, kein moderner Unterricht.“ Ingmar Temp
Frau Müller, Klassenlehrerin der 4b. „Das beste Pferd im Stall“, Lehrerin mit Leib und Seele, versucht gerecht zu sein.
Zitat: „Es wird hier meine berufliche Zukunft verhandelt, und er ist nicht da?“ Karen Heese-Brenner
Weitere Mitwirkende
Regie Wolfgang Ehrlich
Souffleuse Martina Hartwig
Technik und Bühne Jason Brenner, Martin Wells, Ralf Geyer u. a.

Bildergalerie

Pressespiegel

Iserlohner Kreisanzeiger 24.01.2019
Helikoptereltern versus Frau Müller: Der Kampf beginnt Schauspielensemble Iserlohn bringt das Lutz-Hübner-Stück nach Verzögerung zum 30-jährigen Bestehen auf die Bühne Iserlohn. „Unser Kind soll es einmal besser haben als wir.“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Wie ist es hiermit: „Kein Kind ist begabter als das unsere.“ In der Schule soll das Kind mit einem Maximum an Toleranz und Geduld individuell gefördert und für seine – unausweichliche – Karriere ganz vorn in Stellung gebracht werden. Bei diesen Ansprüchen sehen die Eltern in Lutz Hübners erfolgreichem Schauspiel „Frau Müller muss weg!“ absolut keinen Raum für Toleranz oder Geduld. Das 2015 für die Leinwand adaptierte Stück sollte bereits im November als Inszenierung des Schauspielensembles Iserlohn im Studio des Parktheaters zu sehen sein, ein Todesfall in den Reihen der Hauptdarsteller warf die Pläne jedoch durcheinander. Am Freitag geht es mit neuer Besetzung auf die Bretter. Die Premiere ist bereits ausverkauft, bei vier weiteren Vorstellungen können Interessierte noch einen Platz ergattern. Die Truppe, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, weist darauf hin, dass der ursprünglich geplante Termin am 27. Januar wegen sich überschneidender Raumbelegung ausfällt. Vorbestellte Karten für November und Dezember werden zurückgenommen oder umgetauscht, verspricht das Ensemble. Lutz Hübner gilt als derzeit erfolgreichster deutscher Bühnenautor. Die Geschichte dreht sich um die namensgebende Frau Müller, eine Lehrkraft, die den ambitionierten Eltern ein Dorn im Auge ist – eine brandaktuelle Gesellschaftssatire. Karten zu 14 Euro, ermäßigt9 Euro, gibt es noch für die Vorstellungen am Samstag, 26. Januar, sowie Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Februar, jeweils um 20 Uhr außer Sonntags (19 Uhr). Erhältlich sind Tickets bei der Stadtinformation, an der Abendkasse sowie online auf kartenservice.schauspielensemble.de
Iserlohner Kreisanzeiger 27.01.2019
Von Eltern, die für ihre Kinder krankhaft nur das Beste wollen Das Schauspielsensemble Iserlohn überzeugt mit „Frau Müller muss weg“ im ausverkauften Parktheater-Studio Iserlohn. „Früher war nicht alles besser, nur früher“, lautet ein feines Bonmot von Comedian Johann König. Ob dieses auf die Bildungsinstitution Schule zutrifft, muss nach dem Besuch der Premiere von „Frau Müller muss weg“ ein wenig in Frage gestellt werden. Denn die Protagonisten aus dem Stück von Lutz Hübner, welches das Schauspielensemble Iserlohn am Freitagabend im Studio des Parktheaters auf die Bühne brachte, sind derart fragwürdig, dass man sich die Schule glatt als „Lehranstalt“ im Sinne der „Feuerzangenbowle“ zurückwünschen könnte. Ein Blumenstrauß wie ein Schierlingsbecher Der arbeitslose Wolf (Ingmar Temp), die alleinerziehende Katja (Sandra Schmidtchen) und das Ehepaar Patrick und Marina (Ralf Geyer, Bettina Wells) – aus dem Schwäbischen er, „uus Kölle“ sie –, wollen ihre Kinder im nächsten Schuljahr auf dem Gymnasium sehen. Das Problem: Die Leistungen der verzogenen Gören sind zu schlecht. Also machen sich die „besorgten Eltern“ unter Federführung der resoluten Elternsprecherin Jessica (Marion Hennig) daran, Lehrerin Müller (Karen Heese-Brenner) als Sündenbock zu opfern: deren pädagogisches Konzept wird in Frage gestellt, ihr ein „Burnout“ unterstellt. Patrick rät Frau Müller jovial zu einem „Päusle“, sprich: „Frau Müller muss weg“. Und Katja reicht ihr zum vermeintlichen Abschied – wie den Schierlingsbecher – einen Blumenstrauß. Wie unter einem Brennglas beleuchten die sechs Darsteller in der Regie von Wolfgang Ehrlich das vielschichtige Phänomen „Helikoptereltern“, von Eltern, die für ihre Kleinen nahezu krankhaft nur das Beste wollen – wobei dieses „Beste“ gelegentlich an den Bedürfnissen der Kinder vorbeigeht. Und sie tun dies mit Bravour, denn das Stück lässt wenig Raum zum Agieren und lebt vom Dialog. So sorgt Bettina Wells bei diesem ernsten Thema als neurotische Mutti, die gar nicht fassen kann, dass ihr Engel Lukas regelmäßig Klassenprimus Fritz vermöbelt, in perfekt nachgeahmtem Kölsch für Lacher. Marion Hennig mimt die abgebrühte Karrierefrau Jessica so trocken in Sprache und Spiel, dass nicht nur die Kreide staubt. Der Abend gehörte auch Felicitas Störmann Zurück in frühere pädagogische Zeiten wollten die begeisterten Zuschauer im ausverkauften Studio am Ende des Abends trotz der etwas durchgeknallten Eltern wahrscheinlich nicht – eines Abends, der auch dem im Oktober 2018 verstorbenen Ensemblemitglied Felicitas Störmann gehört.